Filmbeschreibung und Filmdaten
Top Gun - Special Edition - Paramount
USA 1986 (Top Gun)
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Action | |
| Studio: | Paramount | |
| Regie: | Tony Scott | |
| Veröff.: | 07.04.2005 | |
| FSK: | 12 | |
| Laufzeit: | 105 min | |
| Jahr: | 1986 | |
| Land: | USA | |
| Originaltitel: | Top Gun | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Dein Ego lässt Dich Dinge tun, für die Dein Körper bezahlt.
Das U.S. Marineministerium hatte drei Auflagen für Kooperationen mit Film- und Fernsehproduzenten: der Film muss der Marine einen Nutzen bringen, das Drehbuch authentisch sein und die Produktion muss einen guten Geschmack aufweisen. In den Augen der Männer des Marineministeriums entsprach der Film "An Officer and a Gentleman" diesen Auflagen nicht. Dies konnte jedoch Paramount nicht davon abbringen, den Film auch ohne die Mitwirkung der Navy zu drehen, und es verhinderte auch nicht, dass der Film ein Kassenschlager wurde. Und obwohl der Ruf der Navy ein wenig ramponiert wurde, musste man zähneknirschend zugeben, dass "Officer" zu einem deutlichen Anstieg von Rekrutierungen geführt hatte. Nun hoffte man, dass ein der Navy gegenüber freundlicher gesinnter Film ebenfalls zu einer Belebung der Rekrutierungen führen würde. Außerdem befürchtete die Navy, dass die Produzenten "Top Gun" auch ohne Unterstützung der Navy drehen und dabei ein Mischmasch aus zivilen Flugzeugen und Kurzaufnahmen von den echten Kampfflugzeugen verwenden würden. Die Navy sagte zu, um Schadensbegrenzung zu betreiben.
Einen Trumpf jedoch behielt die Navy in der Hand: die Produzenten würden durch eine Kooperation Millionen von Dollar sparen, da sie auf Personal, Einrichtungen und mehrere hundert Millionen Dollar teures Material der Navy zurückgreifen durften. Während außerplanmäßige Operationen bezahlt werden müssten, würden normale Aktivitäten der Navy, wie etwa Starts und Landungen auf Flugzeugträgern, jedoch nicht in Rechnung gestellt werden. Eine derartige Kooperation hatte aber eine Bedingung: Zustimmung der Navy zum Drehbuch.
Es gab eine ganze Reihe sofortiger Änderungen, auf die die Navy bestand, so zum Beispiel der erste "Dog-Fight", ein Luftzweikampf auf engem Raum, in der Anfangssequenz des Films. Dieser Luftkampf sollte ursprünglich über Land stattfinden, aber Robert Manning vom Marineministerium hatte Einwände: "In einer realen Situation hätte das bedeutet, ein derartiger Luftkampf fände über Cuba statt. Also sagten wir, er müsse auch im Film über internationalen Gewässern stattfinden. Außerdem wollten wir, dass die Navy-Piloten im Film erst dann schießen dürfen, wenn sie angegriffen werden." Ein spektakulärer Crash auf dem Deck eines Flugzeugträgers wurde ausgeschlossen und man änderte zudem viel an der im Skript vorgesehenen anstößigen Ausdrucksweise - etwas das bei "Officer" heftig kritisiert worden war.
Die Navy empfahl den in Miramar tätigen Ausbildungspiloten und ehemaligen Top Gun-Ausbilder Pete "Viper" Pettigrew als technischen Berater. (Pettigrew erscheint kurz in einer Bar-Szene als der Freund von Kelly McGillis.) Obwohl er stets angab, nur verhindern zu wollen, "... dass man ein Musical dreht", verstand er die Gründe für Änderungen, die die Produzenten machen wollten, nur allzu gut und stellte sich ihren dramaturgischen Eingriffen weitaus seltener in den Weg, als sie befürchtet hatten. "Der Film ist besser als die Realität", kommentierte er nach der Premiere.
"Ein von Natur aus heroischer Draufgänger"
Tom Cruise war die Erstbesetzung der Produzenten für die Hauptrolle. Allerdings hatte er bis dahin mit "Risky Business" erst einen einzigen großen Hit gelandet, obwohl er dabei war, sich einen Namen zu machen. Dennoch waren die Produzenten so von ihm überzeugt, dass sie sich sagten, Cruise werde durch Top Gun zu einem Star werden, wenn er bis dato nicht sowieso schon als einer gesehen wurde. Also versuchten sie, ihn mit aller Macht zu bekommen.
Cruise aber war anfangs nicht wirklich überzeugt, vor allem nachdem er das erste Drehbuch gesehen hatte. Er konnte erst bei einem Treffen mit den Produzenten vom wahren Potenzial des Projektes überzeugt werden. Doch anstatt sich nun dem Projekt zu widmen, machte Cruise den Produzenten zunächst ein Gegenangebot. Er würde keinen Vertrag unterschreiben, aber er würde ihnen helfen, das Skript zu verbessern. Sollte er nach ein paar Monaten Skript-Arbeit immer noch nicht interessiert sein, so hätten sie dann wenigstens ein Skript, das sie anderen Schauspielern hätten anbieten können. "Ich glaube, sie waren anfangs etwas erschrocken", sagte Cruise dem Rolling Stone Redakteur Christopher Connelly. "Ich wollte aber nur sicherstellen, dass Alles so lief, wie wir es besprochen hatten." Cruise wollte einen mehr auf Wettbewerb getrimmten Film. Also erfand Warren Skaaren, der schon an den Drehbüchern von Batman und Beetlejuice geschrieben hatte, den Top Gun-Pokal des Films, der in Wirklichkeit gar nicht mehr existierte. (Ursprünglich hatte es in den 40er und 50er Jahren einen streitkräfteübergreifenden Luftkampf-Wettbewerb gegeben, aber die Navy war nach einiger Zeit vom Konzept des wettbewerbsorientierten Fliegens abgekommen.)
Das U.S. Marineministerium hatte drei Auflagen für Kooperationen mit Film- und Fernsehproduzenten: der Film muss der Marine einen Nutzen bringen, das Drehbuch authentisch sein und die Produktion muss einen guten Geschmack aufweisen. In den Augen der Männer des Marineministeriums entsprach der Film "An Officer and a Gentleman" diesen Auflagen nicht. Dies konnte jedoch Paramount nicht davon abbringen, den Film auch ohne die Mitwirkung der Navy zu drehen, und es verhinderte auch nicht, dass der Film ein Kassenschlager wurde. Und obwohl der Ruf der Navy ein wenig ramponiert wurde, musste man zähneknirschend zugeben, dass "Officer" zu einem deutlichen Anstieg von Rekrutierungen geführt hatte. Nun hoffte man, dass ein der Navy gegenüber freundlicher gesinnter Film ebenfalls zu einer Belebung der Rekrutierungen führen würde. Außerdem befürchtete die Navy, dass die Produzenten "Top Gun" auch ohne Unterstützung der Navy drehen und dabei ein Mischmasch aus zivilen Flugzeugen und Kurzaufnahmen von den echten Kampfflugzeugen verwenden würden. Die Navy sagte zu, um Schadensbegrenzung zu betreiben.
Einen Trumpf jedoch behielt die Navy in der Hand: die Produzenten würden durch eine Kooperation Millionen von Dollar sparen, da sie auf Personal, Einrichtungen und mehrere hundert Millionen Dollar teures Material der Navy zurückgreifen durften. Während außerplanmäßige Operationen bezahlt werden müssten, würden normale Aktivitäten der Navy, wie etwa Starts und Landungen auf Flugzeugträgern, jedoch nicht in Rechnung gestellt werden. Eine derartige Kooperation hatte aber eine Bedingung: Zustimmung der Navy zum Drehbuch.
Es gab eine ganze Reihe sofortiger Änderungen, auf die die Navy bestand, so zum Beispiel der erste "Dog-Fight", ein Luftzweikampf auf engem Raum, in der Anfangssequenz des Films. Dieser Luftkampf sollte ursprünglich über Land stattfinden, aber Robert Manning vom Marineministerium hatte Einwände: "In einer realen Situation hätte das bedeutet, ein derartiger Luftkampf fände über Cuba statt. Also sagten wir, er müsse auch im Film über internationalen Gewässern stattfinden. Außerdem wollten wir, dass die Navy-Piloten im Film erst dann schießen dürfen, wenn sie angegriffen werden." Ein spektakulärer Crash auf dem Deck eines Flugzeugträgers wurde ausgeschlossen und man änderte zudem viel an der im Skript vorgesehenen anstößigen Ausdrucksweise - etwas das bei "Officer" heftig kritisiert worden war.
Die Navy empfahl den in Miramar tätigen Ausbildungspiloten und ehemaligen Top Gun-Ausbilder Pete "Viper" Pettigrew als technischen Berater. (Pettigrew erscheint kurz in einer Bar-Szene als der Freund von Kelly McGillis.) Obwohl er stets angab, nur verhindern zu wollen, "... dass man ein Musical dreht", verstand er die Gründe für Änderungen, die die Produzenten machen wollten, nur allzu gut und stellte sich ihren dramaturgischen Eingriffen weitaus seltener in den Weg, als sie befürchtet hatten. "Der Film ist besser als die Realität", kommentierte er nach der Premiere.
"Ein von Natur aus heroischer Draufgänger"
Tom Cruise war die Erstbesetzung der Produzenten für die Hauptrolle. Allerdings hatte er bis dahin mit "Risky Business" erst einen einzigen großen Hit gelandet, obwohl er dabei war, sich einen Namen zu machen. Dennoch waren die Produzenten so von ihm überzeugt, dass sie sich sagten, Cruise werde durch Top Gun zu einem Star werden, wenn er bis dato nicht sowieso schon als einer gesehen wurde. Also versuchten sie, ihn mit aller Macht zu bekommen.
Cruise aber war anfangs nicht wirklich überzeugt, vor allem nachdem er das erste Drehbuch gesehen hatte. Er konnte erst bei einem Treffen mit den Produzenten vom wahren Potenzial des Projektes überzeugt werden. Doch anstatt sich nun dem Projekt zu widmen, machte Cruise den Produzenten zunächst ein Gegenangebot. Er würde keinen Vertrag unterschreiben, aber er würde ihnen helfen, das Skript zu verbessern. Sollte er nach ein paar Monaten Skript-Arbeit immer noch nicht interessiert sein, so hätten sie dann wenigstens ein Skript, das sie anderen Schauspielern hätten anbieten können. "Ich glaube, sie waren anfangs etwas erschrocken", sagte Cruise dem Rolling Stone Redakteur Christopher Connelly. "Ich wollte aber nur sicherstellen, dass Alles so lief, wie wir es besprochen hatten." Cruise wollte einen mehr auf Wettbewerb getrimmten Film. Also erfand Warren Skaaren, der schon an den Drehbüchern von Batman und Beetlejuice geschrieben hatte, den Top Gun-Pokal des Films, der in Wirklichkeit gar nicht mehr existierte. (Ursprünglich hatte es in den 40er und 50er Jahren einen streitkräfteübergreifenden Luftkampf-Wettbewerb gegeben, aber die Navy war nach einiger Zeit vom Konzept des wettbewerbsorientierten Fliegens abgekommen.)
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