Filmbeschreibung und Filmdaten
Das Jahrhundert des Kinos - 100 Jahre Film: DVD 3 - Westeuropa - Absolut Medien
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Dokumentation | |
| Studio: | Absolut Medien | |
| Regie: | Stephen Frears, Donald Black, Jean-Luc Godard, Anne-Marie Miéville | |
| Veröff.: | 05.12.2005 | |
| FSK: | 12 | |
| Laufzeit: | 156 min | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Typisch Britisch
Tea-Time mit Stephen Fears als einem der bedeutendsten Regisseure des New British Cinema, mit dem Kritiker Gavin Lambert, und den Regisseuren Michael Apted und Alan Parker.
Die englische Filmgeschichte wird kontrovers diskutiert: Die Qualität der Filme der Exil-Engländer Alfred Hitchcock und Charlie Chaplin ist unbestritten, englische Filme zwischen 1930 und 1950, z.B. die Filme David Leans (‚Brief Encounter‘ 1945; ‚Lawrence of Arabia‘ 1962), Carol Reeds (‚The third man‘ 1949) und Basil Deardens (‚The Blue Lamp‘ 1949) werden hingegen als bewundernswert realistisch oder als "middle-class-rubbish" empfunden. Die 60er Jahre waren von den außergewöhnlich gelungenen TV-Filmen geprägt z.B. Ken Loachs ‚Cathy come home‘ BBC, 1966 oder Ken Russells ‚The Music lovers‘ 1970, die außerhalb Britanniens nie gezeigt wurden.
In den 70er und 80er Jahren werden in England große, populäre Filme produziert wie Hugh Hudsons ‚Chariot of fire‘ (1981) oder Richard Attenboroughs ‚Ghandi‘ (1982). Mitte der achtziger Jahre erliegt die Britische Filmindustrie einem Kollaps, aus dem das ‚neue englische Kino‘ entstand, z.B. ‚My beautiful Laundrette‘ (1985); Filme, deren internationalen Erfolg niemand voraussah. Heute stehen britische Filmemacher weniger denn je vor der Frage, ob es möglich ist, britische Filme für ein weltweites Publikum zu drehen...
Irland: Sind wir allein?
Es gibt zweifellos mehr ausländische Filmemacher, die Filme über und in Irland drehten, als irische Filmemacher selbst. Nicht ohne Wut spricht Regisseur Donald Taylor Black von der ständigen Anpassung des irischen an das britische Kino. Anhand von reichem, z.T. nie gezeigtem Archivmaterial wird u.a. gefragt, wie die Kluft zwischen dem Wusch nach typisch irischen Stoffen und den Erwartungen eines internationalen Publikums geschlossen werden kann.
Beginnend bei den Brüdern Lumière: ‚O'Connell Bridge‘ (1897) sind Emigration und die Erfahrungen irischer Auswanderer in Amerika Gegenstand der Filme von John Ford (‚The Rising of the Moon‘ 1957; ‚The quiet man‘ 1952) oder Donald Black, wird irische Landschaft, Kultur und Lebensweise durchgehend zu einem realitätsfernen Mythos stilisiert.
Das Verlangen nach authentischen Bildern wird zunehmend zum Antrieb der großen, irischen Regisseure. Anfangs mangelt es den Filmen noch an internationaler Durchschlagskraft, doch in den siebziger Jahren liefern sie wichtige und alternative Bilder über Irland wie beispielsweise die Filme von Bob Quinn (‚Potín', 1978, 'Caoineadh Airt uí Laoire', 1975). Dieses Verlangen nach ‚Spiegelbildern unserer selbst' bleibt stets Antrieb junger irischer Regisseure und bringt dem irischen Film die lang erwartete internationale Anerkennung. Donald Black interviewt am Ende seiner Reise durch den irischen Film die nunmehr sehr bekannten Regisseure Jim Sheridan und Neil Jordan. Filme wie ‚My left Foot' von 1990, der mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, sowie ‚Crying Game' belohnten die kollektive Anstrengung der irischen Regisseure.
2x50 ans de cinéma français
Dieser Teil der Filmgeschichte ist mehr als ein Dokumentarfilm – es ist ein echter Godard mit Michel Piccoli. Zwei Größen des französischen Films treffen aufeinander, die Kontroverse ist eröffnet: „Sollte man nicht darauf verzichten, alle 100 Jahre Geburtstagswünsche auszusprechen und stattdessen jeden Tag feiern, NICHT Geburtstag zu haben?“ Ein Film über das Gedächtnis, der das Prinzip des Jubiläums in Frage stellt und es ausdrücklich freistellt, die Maßnahme des Vergessens zu ergreifen.
Haben die Menschen noch eine Erinnerung an jene Regisseure oder Schauspieler, die ein Jahrhundert Kino prägten? Welche Bedeutung und welche Wirkung hatte das Schaffen der Brüder Lumière, eines Georges Meliès oder der Brüder Pathé? Godard ist es nicht gelungen, die Rechte für ALLE Ausschnitte zu erhalten, die er gern gezeigt hätte. So erscheint an jeder Stelle, an der ihm ein solcher Ausschnitt fehlt, der Hinweis „No copyright“. Entstanden ist ein Stück Kinogeschichte, das die Leerstellen mit bedenkt und doch die großen Regisseure, Theoretiker, Schriftsteller und Historiker, die den französischen Film maßgeblich beeinflussten, in Wort und Bild zur Sprache bringt: u.a. Denis Diderot, Jean Epstein, Jean Cocteau, André Malraux, François Truffaut, Jacques Rivette, Marguerite Duras und Serge Daney.
Tea-Time mit Stephen Fears als einem der bedeutendsten Regisseure des New British Cinema, mit dem Kritiker Gavin Lambert, und den Regisseuren Michael Apted und Alan Parker.
Die englische Filmgeschichte wird kontrovers diskutiert: Die Qualität der Filme der Exil-Engländer Alfred Hitchcock und Charlie Chaplin ist unbestritten, englische Filme zwischen 1930 und 1950, z.B. die Filme David Leans (‚Brief Encounter‘ 1945; ‚Lawrence of Arabia‘ 1962), Carol Reeds (‚The third man‘ 1949) und Basil Deardens (‚The Blue Lamp‘ 1949) werden hingegen als bewundernswert realistisch oder als "middle-class-rubbish" empfunden. Die 60er Jahre waren von den außergewöhnlich gelungenen TV-Filmen geprägt z.B. Ken Loachs ‚Cathy come home‘ BBC, 1966 oder Ken Russells ‚The Music lovers‘ 1970, die außerhalb Britanniens nie gezeigt wurden.
In den 70er und 80er Jahren werden in England große, populäre Filme produziert wie Hugh Hudsons ‚Chariot of fire‘ (1981) oder Richard Attenboroughs ‚Ghandi‘ (1982). Mitte der achtziger Jahre erliegt die Britische Filmindustrie einem Kollaps, aus dem das ‚neue englische Kino‘ entstand, z.B. ‚My beautiful Laundrette‘ (1985); Filme, deren internationalen Erfolg niemand voraussah. Heute stehen britische Filmemacher weniger denn je vor der Frage, ob es möglich ist, britische Filme für ein weltweites Publikum zu drehen...
Irland: Sind wir allein?
Es gibt zweifellos mehr ausländische Filmemacher, die Filme über und in Irland drehten, als irische Filmemacher selbst. Nicht ohne Wut spricht Regisseur Donald Taylor Black von der ständigen Anpassung des irischen an das britische Kino. Anhand von reichem, z.T. nie gezeigtem Archivmaterial wird u.a. gefragt, wie die Kluft zwischen dem Wusch nach typisch irischen Stoffen und den Erwartungen eines internationalen Publikums geschlossen werden kann.
Beginnend bei den Brüdern Lumière: ‚O'Connell Bridge‘ (1897) sind Emigration und die Erfahrungen irischer Auswanderer in Amerika Gegenstand der Filme von John Ford (‚The Rising of the Moon‘ 1957; ‚The quiet man‘ 1952) oder Donald Black, wird irische Landschaft, Kultur und Lebensweise durchgehend zu einem realitätsfernen Mythos stilisiert.
Das Verlangen nach authentischen Bildern wird zunehmend zum Antrieb der großen, irischen Regisseure. Anfangs mangelt es den Filmen noch an internationaler Durchschlagskraft, doch in den siebziger Jahren liefern sie wichtige und alternative Bilder über Irland wie beispielsweise die Filme von Bob Quinn (‚Potín', 1978, 'Caoineadh Airt uí Laoire', 1975). Dieses Verlangen nach ‚Spiegelbildern unserer selbst' bleibt stets Antrieb junger irischer Regisseure und bringt dem irischen Film die lang erwartete internationale Anerkennung. Donald Black interviewt am Ende seiner Reise durch den irischen Film die nunmehr sehr bekannten Regisseure Jim Sheridan und Neil Jordan. Filme wie ‚My left Foot' von 1990, der mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, sowie ‚Crying Game' belohnten die kollektive Anstrengung der irischen Regisseure.
2x50 ans de cinéma français
Dieser Teil der Filmgeschichte ist mehr als ein Dokumentarfilm – es ist ein echter Godard mit Michel Piccoli. Zwei Größen des französischen Films treffen aufeinander, die Kontroverse ist eröffnet: „Sollte man nicht darauf verzichten, alle 100 Jahre Geburtstagswünsche auszusprechen und stattdessen jeden Tag feiern, NICHT Geburtstag zu haben?“ Ein Film über das Gedächtnis, der das Prinzip des Jubiläums in Frage stellt und es ausdrücklich freistellt, die Maßnahme des Vergessens zu ergreifen.
Haben die Menschen noch eine Erinnerung an jene Regisseure oder Schauspieler, die ein Jahrhundert Kino prägten? Welche Bedeutung und welche Wirkung hatte das Schaffen der Brüder Lumière, eines Georges Meliès oder der Brüder Pathé? Godard ist es nicht gelungen, die Rechte für ALLE Ausschnitte zu erhalten, die er gern gezeigt hätte. So erscheint an jeder Stelle, an der ihm ein solcher Ausschnitt fehlt, der Hinweis „No copyright“. Entstanden ist ein Stück Kinogeschichte, das die Leerstellen mit bedenkt und doch die großen Regisseure, Theoretiker, Schriftsteller und Historiker, die den französischen Film maßgeblich beeinflussten, in Wort und Bild zur Sprache bringt: u.a. Denis Diderot, Jean Epstein, Jean Cocteau, André Malraux, François Truffaut, Jacques Rivette, Marguerite Duras und Serge Daney.
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