Filmbeschreibung und Filmdaten
Das Jahrhundert des Kinos - 100 Jahre Film: DVD 4 - Mittel- und Osteuropa - Absolut Medien
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Dokumentation | |
| Studio: | Absolut Medien | |
| Regie: | Edgar Reitz, Pawl Lozinski | |
| Veröff.: | 05.12.2005 | |
| FSK: | 12 | |
| Laufzeit: | 171 min | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Die Nacht der Regisseure
Edgar Reitz – ohne Zweifel ein begnadeter Chronist wie seine voluminösen Heimat-Chroniken beweisen – präsentiert in seinem Beitrag prominente Perspektiven auf die bewegte deutsche
(Film-)geschichte.
Mit Enno Patalas, ehemals Leiter des Münchner Filmmuseums, erweckt er eine imaginäre Kinemathek zum Leben, in der Film als Sieg der Phantasie über die Wirklichkeit gefeiert wird. Im großen Vorführsaal gibt sich die Elite des deutschen Films ein Stelldichein: Schreie und Trommelschläge Oskars (‚Die Blechtrommel‘, 1979) eröffnen die Vorführung. Volker Schlöndorff stellt die Frage nach dem ‚deutschen' am deutschen Film und benennt eine radikale Haltung, bedeutungsschwere Filmsprache, ein gewisser Grad an Künstlichkeit und inhaltliche Dichte. Diese Charakteristika findet er z.B. in den Filmen Fritz Langs (‚Metropolis‘, 1926, ‚Der müde Tod‘, 1921, ‚M‘, 1931). Alexander Kluge (‚Die Patrioten‘, 1977) arbeitet mit einem eher philosophischen Ansatz, den er mit Wim Wenders (‚Paris, Texas‘, 1984) teilt. Letzterer stellt die Frage nach dem Ursprung des Misstrauens zwischen deutschen Filmemachern und ihrem Publikum. Edgar Reitz stellt diese Generation als eine vaterlose Generation von Regisseuren dar. Sie beschäftigten sich in ihren Filmen immer wieder mit der Suche nach den Großvätern und der Frage nach Wahrhaftigkeit. Als einen Kraftakt, so beschreibt Werner Herzog seine Filme wie zum Beispiel ‚Nosferatu‘ (1978), der sich an Friedrich Wilhelm Murnaus ‚Nosferatu‘ aus dem Jahre 1922 orientiert. Mit Erinnerungen an Rainer Werner Fassbinder (‚Katzelmacher‘, 1969; ‚Fontane Effie Briest‘, 1974) und der Frage nach dem Autorenfilm in der jungen Generation (Peter Sehr, Wolfgang Becker, Detlef Buck) schließt die Vorführung und entlässt die Regisseure in die Nacht.
Polen – 100 Years of Polish Cinema
Das polnische Kino ist Dank der Arbeit von Regisseuren wie Kieslowski oder Wajda in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande sehr präsent gewesen. Sie stehen in einer langen Tradition: Seit den 30er Jahren waren Schauspieler wie Lidia Wysocka, Jadzia Andrzejewska, Mira Ziminska und Stanislaw Sielanski sehr populär: Ausschnitte ihrer frühen Filmen sowie rückblickende, sehr persönlichen Interviews zur polnischen Filmgeschichte erhellen auch die Anfänge.
Das polnische Kino ist Dank der Arbeit von Regisseuren wie Kieslowski oder Wajda in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande sehr präsent gewesen. Sie stehen in einer langen Tradition: Seit den 30er Jahren waren Schauspieler wie Lidia Wysocka, Jadzia Andrzejewska, Mira Ziminska, Zbigniew Rakowiecki, Franciszek Brodniewicz und Stanislaw Sielanski sehr populär: Ausschnitte ihrer frühen Filme sowie rückblickende, sehr persönliche Interviews zur polnischen Filmgeschichte erhellen die Anfänge. Der wohl bekannteste polnische Film der späten 30er war ‚The Dybbuk‘ des Regisseurs Michael Waszynsky. Außerdem wird die Arbeit der Regisseure Wajda, Ostoja Sanicki, Lejtes, Szaro, Flantz, Gardan, Munk, Leszezynski, Batoy, Pasjkowski, Holland, Zanussi und Piwoski ausführlich vorgestellt.
Edgar Reitz – ohne Zweifel ein begnadeter Chronist wie seine voluminösen Heimat-Chroniken beweisen – präsentiert in seinem Beitrag prominente Perspektiven auf die bewegte deutsche
(Film-)geschichte.
Mit Enno Patalas, ehemals Leiter des Münchner Filmmuseums, erweckt er eine imaginäre Kinemathek zum Leben, in der Film als Sieg der Phantasie über die Wirklichkeit gefeiert wird. Im großen Vorführsaal gibt sich die Elite des deutschen Films ein Stelldichein: Schreie und Trommelschläge Oskars (‚Die Blechtrommel‘, 1979) eröffnen die Vorführung. Volker Schlöndorff stellt die Frage nach dem ‚deutschen' am deutschen Film und benennt eine radikale Haltung, bedeutungsschwere Filmsprache, ein gewisser Grad an Künstlichkeit und inhaltliche Dichte. Diese Charakteristika findet er z.B. in den Filmen Fritz Langs (‚Metropolis‘, 1926, ‚Der müde Tod‘, 1921, ‚M‘, 1931). Alexander Kluge (‚Die Patrioten‘, 1977) arbeitet mit einem eher philosophischen Ansatz, den er mit Wim Wenders (‚Paris, Texas‘, 1984) teilt. Letzterer stellt die Frage nach dem Ursprung des Misstrauens zwischen deutschen Filmemachern und ihrem Publikum. Edgar Reitz stellt diese Generation als eine vaterlose Generation von Regisseuren dar. Sie beschäftigten sich in ihren Filmen immer wieder mit der Suche nach den Großvätern und der Frage nach Wahrhaftigkeit. Als einen Kraftakt, so beschreibt Werner Herzog seine Filme wie zum Beispiel ‚Nosferatu‘ (1978), der sich an Friedrich Wilhelm Murnaus ‚Nosferatu‘ aus dem Jahre 1922 orientiert. Mit Erinnerungen an Rainer Werner Fassbinder (‚Katzelmacher‘, 1969; ‚Fontane Effie Briest‘, 1974) und der Frage nach dem Autorenfilm in der jungen Generation (Peter Sehr, Wolfgang Becker, Detlef Buck) schließt die Vorführung und entlässt die Regisseure in die Nacht.
Polen – 100 Years of Polish Cinema
Das polnische Kino ist Dank der Arbeit von Regisseuren wie Kieslowski oder Wajda in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande sehr präsent gewesen. Sie stehen in einer langen Tradition: Seit den 30er Jahren waren Schauspieler wie Lidia Wysocka, Jadzia Andrzejewska, Mira Ziminska und Stanislaw Sielanski sehr populär: Ausschnitte ihrer frühen Filmen sowie rückblickende, sehr persönlichen Interviews zur polnischen Filmgeschichte erhellen auch die Anfänge.
Das polnische Kino ist Dank der Arbeit von Regisseuren wie Kieslowski oder Wajda in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande sehr präsent gewesen. Sie stehen in einer langen Tradition: Seit den 30er Jahren waren Schauspieler wie Lidia Wysocka, Jadzia Andrzejewska, Mira Ziminska, Zbigniew Rakowiecki, Franciszek Brodniewicz und Stanislaw Sielanski sehr populär: Ausschnitte ihrer frühen Filme sowie rückblickende, sehr persönliche Interviews zur polnischen Filmgeschichte erhellen die Anfänge. Der wohl bekannteste polnische Film der späten 30er war ‚The Dybbuk‘ des Regisseurs Michael Waszynsky. Außerdem wird die Arbeit der Regisseure Wajda, Ostoja Sanicki, Lejtes, Szaro, Flantz, Gardan, Munk, Leszezynski, Batoy, Pasjkowski, Holland, Zanussi und Piwoski ausführlich vorgestellt.
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