Filmbeschreibung und Filmdaten

Herbert von Karajan - Große Sinfonien [4 DVDs] - DVD

Studio: Universal/Music/DVD · Originaltitel: Focus Edition - Große Sinfonien
Medien-Typ: DVD
Genre: Musik
Studio: Universal/Music/DVD
Laufzeit: 394 min
Originaltitel: Focus Edition - Große Sinfonien
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Herbert von Karajan - Große Sinfonien  [4 DVDs]

Handlung und Filmbeschreibung:

Focus DVD-Edition "Große Sinfonien"

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der FOCUS-Redaktion geht 2008 weiter: Mit der diesjährige FOCUS Edition "Grosse Sinfonien" wird direkt an den Erfolg der letzten Edition "400 Jahre Oper" angeknüpft. Diesmal mit den bekanntesten und wichtigsten Sinfonien der Musikgeschichte.

Anlässlich seines 100. Geburtstags in diesem Jahr widmet sich diese 4 DVD-Edition Herbert von Karajans Genie als Dirigent und Regisseur.

Auf vier DVDs, allesamt Produktionen aus dem legendären UNITEL-DVD-Katalog, präsentiert diese Edition Sinfonien von Beethoven, Brahms, Bruckner und Tschaikowsky, gespielt von den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern unter Karajans musikalischer Leitung sowie seiner Bildregie.


Disc 1:
Beethoven - Sinfonien Nr. 7 & 9:
Heroische Rhythmen durchziehen Ludwig van Beethoven gesamte Sinfonie Nr. 7 A-Dur, mit der der Komponist seiner Freude über die sich abzeichnende Niederlage des früher von ihm verehrten Napoleon Bonaparte musikalische Form verlieh. Geistiges Zentrum des berühmten Werkes ist das düstere, getragene Allegretto, das an einen Totenmarsch erinnert. Die von Beethoven selbst geleitete Wiener Uraufführung im Dezember 1813, ein gesellschaftliches Ereignis, dem zahlreiche berühmte Komponisten und hohe Würdenträger beiwohnten, löste unter den Bürgern der Stadt eine Welle patriotischer Euphorie aus.
Ludwig van Beethoven Notizbücher verraten es: Sein ganzes Komponistenleben lang verfolgte das Genie die Idee einer Vertonung von Friedrich Schillers Hymne 'An die Freude'. Konkret beginnt die Genese seiner Sinfonie Nr. 9 d-moll mit dem weltberühmten Schlusschor im Jahr 1808 mit der Komposition der 'Chorfantasie'.
Insgesamt 16 Jahre sollte es noch dauern, bis Beethoven die radikalen Neuerungen und den humanistischen Idealismus seines Meisterwerkes, welches den Verlauf der Musikgeschichte für immer veränderte, in ihre endgültige Form gebracht hatte.
Danach zog sich der völlig ertaubte Meister aus dem öffentlichen Leben und in die strenge Vergeistigung seiner letzten Werke zurück.

Disc 2:
Brahms - Sinfonien Nr. 3 & 4:
Johannes Brahms, der sich in der Nachfolge Beethovens begriff, komponierte seine Sinfonie Nr. 3 F-Dur im Sommer 1883 in der Tradition der Wiener Klassik. Mit der Uraufführung am 2. Dezember desselben Jahres unter Hans Richter betrat das Werk die Bühne des Wiener Musiklebens auf dem Höhepunkt des Richtungsstreits zwischen den Brahms-Anhängern auf der einen und den Wagner- und Bruckner-Verehrern auf der anderen Seite.
Einige hitzige Zwischenfälle während der Premiere konnten am Ende stürmische Ovationen ebenso wenig verhindern wie den Siegeszug des Werkes im gesamten deutschsprachigen Raum. Die leidenschaftlichen, geradezu titanischen Emotionen, die Brahms vor allem im dritten und vierten Satz zum Ausdruck bringt, veranlassten den großen Hans Richter, Brahms' Dritte Symphonie in eine Reihe mit Beethovens 'Eroica' zu stellen.
Maßgeblichen Anteil am Publikumserfolg seiner Sinfonie Nr. 4 e-moll hatte der Komponist selbst, als er, gemeinsam mit dem befreundeten Dirigenten Hans von Bülow, das Werk kurz nach seiner Vollendung im Herbst 1885 auf einer Tournee durch Deutschland und Holland präsentierte. Vor allem das Finale gilt mit seiner gelungenen Verbindung barocker und klassischer Kompositionsformen als Inbegriff von Brahms' musikalischer Meisterschaft.

Disc 3:
Bruckner - Sinfonie Nr. 8:
Nicht wenige Dirigenten, darunter auch Herbert von Karajan, sahen und sehen in Anton Bruckners Sinfonie Nr. 8 c-moll nichts weniger als 'Die Krone der sinfonischen Literatur' (Sergiu Celibidache). Wenn direkt vor der Coda des Finales das apokalyptische erste Thema des Kopfsatzes widerkehrt, wenn schließlich in den letzten dreizehn Takten des Werkes die Themen aller vier Sätze sinnvoll zusammenklingen, dann verwirklicht das nach inneren wie äußeren Dimensionen gigantische Werk wie kaum ein anderes den sinfonischen Grundgedanken des Endes im Anfang, der symbiotischen Verbindung aller kontrastierenden Einzelmotive zu einem homogenen Ganzen.
Die für ein derart gewaltiges Ergebnis unumgängliche Kleinarbeit kostete Bruckner, ähnlich wie bei seinem großen Vorgänger Beethoven, beinahe unendliche Arbeit und jahrelange Anstrengungen: Die erste Fassung beendete der Komponist am 10. August 1887 nach dreijähriger Tätigkeit.
Nachdem der für die Uraufführung vorgesehene Dirigent sich über das riesige Werk entsetzt zeigte, zog Bruckner die Symphonie zurück und widmete ihre Revision nochmals zweieinhalb Jahre, von Oktober 1887 bis März 1890. Die Uraufführung fand schließlich am 18. Dezember 1892 unter Hans Richter in Wien statt.

Disc 4:
Tschaikowsky - Sinfonien Nr. 4, 5 & 6:
Wie auch später in der Sechsten Sinfonie offenbart Tschaikowsky bereits mit dem riesenhaften ersten Satz der Sinfonie Nr. 4 f-moll von 1877 deren musikalische Kernaussage, In Anlehnung an Beethovens Fünfte wird oft von Tschaikowskys 'Schicksals-Sinfonie' gesprochen, ein Vergleich, der hinsichtlich des grimmigen Hauptmotivs und der monumentalen Coda dieses fast 20-minütigen Satzes durchaus angebracht erscheint.
Die Sinfonie Nr. 5 e-moll entstand zehn Jahre später, innerhalb nur weniger Wochen während eines Landaufenthaltes. Tschaikowsky selbst dirigierte im November desselben Jahres die Uraufführung des Werkes, das ohne Zweifel zu den bedeutendsten Symphonien des 19. Jahrhunderts zählt.
Den 'Schlussstein meines Schaffens' wollte Tschaikowsky mit seiner Sinfonie Nr. 6 h-moll setzen, und zum definitiven Wurf, zum finalen Wort ist das bis heute meistgeschätzte Werk des russischen Meisterkomponisten auch geworden. Nachdem Tschaikowsky 1892 einen kompletten Entwurf verworfen hatte, nahm die 'Pathéthique' im Jahr darauf Gestalt an. Der langsame, an ein Requiem erinnernde Satz, mit dem das Werk schließt kam einer sinfonischen Revolution gleich: Vor Tschaikowsky hatte nur Joseph Haydn der Erfinder der Form, ein einziges Mal einer Sinfonie ein langsames Finale gegeben.

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Bewertung dieses Films:

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Weitere Infos zum Film:

EAN: 0028948006854
Filmstudio: Universal/Music/DVD
Tonformat: DTS 5.1
PCM Stereo
Indiziert: nein
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Cover-Ansicht

Großes DVD Cover zu: Herbert von Karajan - Große Sinfonien [4 DVDs]

DVD Cover: Herbert von Karajan - Große Sinfonien  [4 DVDs]
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