Filmbeschreibung und Filmdaten
Alfred Hitchcock Movie Box [2 DVDs] - SPV
(Alfred Hitchcock Movie Box)
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Thriller & Krimi | |
| Studio: | SPV | |
| Regie: | Alfred Hitchcock | |
| Laufzeit: | 530 min | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Inhalt:
Disc 1:
"Mary"
Spielfilm D/GB1930, Tonfilm, Sprache Deutsch, schwarz/weiß, 90 Min.
Handlung:
In der Schauspielertruppe eines Wandertheaters geschieht ein Mord. Mary Baring, eine junge und hübsche Schauspielerin, wacht eines Morgens neben einer Leiche in ihrem Bett auf und kann sich beim besten Willen nicht erinnern was geschehen ist. Die Tote ist eine Kollegin von ihr und war mit ihr befreundet. Alle Umstände deuten auf Mary als Täterin hin. Es kommt zur Anklageerhebung und schließlich zum Prozess. Unter den Geschworenen ist auch Theaterproduzent Sir John Menier. Er hat als einziger Zweifel an Marys Schuld, beugt sich aber schließlich dem Druck der anderen Geschworenen und stimmt ebenfalls für schuldig! Mary droht der Strang! Sir John bekommt Gewissensbisse wegend seiner Stimme für schuldig und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen in diesem Fall aufzunehmen. Mit Hilfe eines ihm bekannten Schauspielerehepaares aus Marys Truppe gelingt es ihm nach und nach die wahren Umstände und Zusammenhänge des Mordfalles zu ergründen. Ein gewisser Handel Fane geräht immer mehr ins Zwielicht. Er ist Marys Verlobter und ein entflohener Sträfling, was Mary jedoch nicht weiß. Sir John erfährt das die Ermordete davon wusste und ihre Freundin Mary über deren Verlobten ins Bild setzen wollte. Aus diesem Grunde brachte Fane sie um. Leider kann Sir John seine Thesen nicht beweisen.......
Filmgeschichte:
Hitchcock drehte diesen Film zeitgleich und am gleichen Set doppelt. Es entstand eine engliche Fassung mit englischen Schauspielern (Murder dt. Mord - Sir John greift ein) und eine deutsche Fassung mit deutschen Schauspielern, eben Mary! Die Handlung ist eigentlich die gleiche, lediglich ist in der englischen Fassung der Mörder ein "Mischling", in der deutschen Fassung ein entlaufener Sträfling. Rückblickend auf die damaligen Verhältnisse in Deutschland ist das heute sicher bemerkenswert. Außerdem war Murder oder Mary nach Blackmail der zweite klassische Kriminalfilm Alfred Hitchcocks.
Darsteller und ihre Rollen
Alfred Abel - Sir John Menier
Olga Tschechowa - Mary Baring
Paul Graetz - Bobby Brown
Lotte Stein - Bebe Brown
Harry Hardt - Inspektor
Eugen Burk - Detektiv
Louis Ralph - Bennet
Ekkehard Arendt - Handels Fane
Jack Mylong-Münz - John Stuart
Hermine Sterler - Miß. Miller
Fritz Alberti - Verteidiger
***
"Die 39 Stufen"
Spielfilm GB 1935, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 87 Min., FSK 12
Handlung:
Diese Agentenstory führt die Zuschauer ins Schottische Hochland. Richard Hannay, der unter Mordverdacht steht, versucht mit Hilfe des Gedächtnisgenies Mr. Memory an eine geheime Formel zu kommen. Die Polizei und eine ausländische Macht sind hinter im her. Er flüchtet nach Schottland und lernt dort die reizende Pamela kennen. Nach anfänglicher Abneigung hilft ihm Pamela. Nach einer turbulenten Flucht erfährt Hannay die Formel, entlarvt die wahren Täter und kann sich selber rehabilitieren.
Filmgeschichte:
Dieser frühe Hitchcockfilm beinhaltet eine typische "Hitchcock-Story"! Es ist die Geschichte des unschuldigen Helden, der seine eigene Unschuld beweisen und seine Reputation wieder herstellen muß. In einigen späteren Filmen (Saboteure, Der unsichtbare Dritte, Eine Dame verschwindet) handelt Hitchcock nach dem gleichen Prinzip.
Darsteller und ihre Rollen
Robert Donat - Richard Hannay
Madeleine Carroll - Pamela
Lucie Mannheim - Annabelle Smith
Godfrey Tearle - Professor Jordan
Wylie Watson - Mr. Memory
Helen Haye - Mrs Jordan
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Charles Bennet nach einem Roman von John Buchan
Produktion - Michael Balcon
Musik - Louis Levy
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Derek N. Twist
***
"Ich kämpfe um dich"
Psychothriller, USA 1945, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 111 Min.
Handlung:
Der langjährge Leiter von Green Manor, einem Psychatrischen Krankenhaus, soll in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger trifft vereinbarungsgemäß ein und verliebt sich auch sofort in eine Kollegin. Schnell wird aber klar, das mit diesem vermeindlichen Dr. Edwards irgend etwas nicht stimmt. Seine neue Geliebte Dr. Constance Petersen (mit Ingrid Bergmann glänzend besetzt) diagnostiziert Paranoia und Amnesie. Die anderen Ärzte des Krankenhauses halten den neuen Leiter schlicht für einen Hochstapler. Dr. Petersen flieht schließlich mit ihrem Geliebten zu einem früheren Lehrer, Dr. Brulov. Dr. Petersen stellt ihren Begleiter als ihren frischgebackenen Ehemann John Brown vor. Dr. Brulov stellt schnell den wahren Gesundheitszustand des vermeindlichen John Brown fest und veranlasst Dr. Petersen durch die Wiederholung des auslösenden Momentes der Blockade, eine Ski-Abfahrt, eine Schockheilung zu versuchen. Das Experiment gelingt, Dr. Petersens Geliebter ist geheilt. Sein richtiger Name ist John Ballantine. Er sah den wirklichen Dr. Edwards beim Skifahren abstürzen und nahm wegen eines in der Kindheit erworbenen Schuldkomplex seine Identität an. Als die Leiche von Dr. Edwards geborgen wird stellt man aber fest, das er erschossen wurde. John Ballantine wird unter Mordverdacht verhaftet. Dr. Petersen kehrt nach Green Manor zurück und überführt dort den wahren Mörder.
Filmgeschichte:
Dieser Film war einer der ersten, der sich mit Freuds Psychoanalyse beschäftigte. Produzent David O. Selznick war für die Ausstattung nichts zu teuer. Er engagierte Salvadore Dali für den Entwurf der Traumsequenzen und Miklos Rozsa für die Filmmusik. Beides waren Volltreffer. Rozsas Musik und Dalis Traumbilder gaben dem Film die entsprechenden Gruseleffekte.
Extras:
Bio Alfred Hitchcock, Filmbeschreibungen, Fotos
Darsteller und ihre Rollen:
Ingrid Bergmann - Dr. Constance Petersen
Gregory Peck - John Ballantine
Michael Chekhov - Dr. Alexander Brulov
Leo G. Caroll - Dr. Murchison
Norman Lloyd - Mr. Garmes
Bill Goodwin - Detektiv
Rhonda Fleming - Mary Carmichael
Steven Geray - Dr. Graff
John Emery - Dr. Fleurot
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Ben Hecht
Produktion - David O. Selznick
Musik - Miklos Rozsa
Kamera - George Barnes
Schnitt - William Ziegler
Filmlänge 111 Minuten, schwarz/weiß, Tonfilm
Originalsprache: Englisch
Genre: Psychothriller
FSK: ab 16
Disc 2:
"Geheimagent"
Spielfilm GB 1935, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 83 Min.
Handlung:
In diesem spannenden und temporeichen Agententhriller steht die Frage "wie moralisch ist der politische Mord" im Mittelpunkt der Handlung. Vier Geheimagenten liefern sich in der Schweiz einen actionreichen und atemberaubenden Kampf um geheime Informationen.
Filmgeschichte:
Dieser Agententhriller wurde von Hitchcock vor allem erstklassig besetzt! Sir John Gielgud, Lilli Palmer, Peter Lorre und Madeleine Carroll - in den 30er Jahren konnte man einen Film kaum besser mit Superstars bestücken.
Darsteller und ihre Rollen:
Sir John Gielgud - Edgar Brodie alias Richard Ashenden
Peter Lorre - Der General
Madeleine Carroll - Elsa Carrington alias Mrs. Ashenden
Robert Young - Robert Marvin
Lilli Palmer - Lilli
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Charles Bennett
Produktion - Michael Balcon
Musik - Louis Levy
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Charles Frend
Spielfilm GB 1936, schwarz/weiß
Genre: Agententhriller
FSK 12
***
"Sabotage"
Spielfilm GB 1936, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 77 Min.
Handlung:
Der zwielichtige Carl Verloc betreibt mit seiner Frau Sylvia und deren kleinem Bruder Steve im Londoner East End ein Kino. Die Geschäfte laufen schlecht, die kleine Familie hat ständig Geldsorgen. Verloc verdient, ohne Wissen der Ehefrau, Geld durch Sabotageakte im Auftrag einer Geheimorganisation dazu, um seine Familie durchzubringen. Scotland Yard hat ihn bereits im Verdacht. Ein Polizist arbeitet bereits undercover im benachbarten Gemüseladen und beobachtet Verloc. Als ein von Verloc initiierter Sabotageakt auf das Londoner Stromnetz nicht den erhofften Effekt hat, wird er zu einem schlimmeren Anschlag gezwungen, Blut soll fließen! Verloc soll eine Bombe in einem Bahnhofsschließfach platzieren. Er besorgt die Bombe, aber er will sie nicht selber im Schließfach deponieren. Er schickt den kleinen Steve mit dem Bombenpaket los und drängt ihn den Auftrag vor Ablauf einer bestimmten Zeit auszuführen. Dieser hat natürlich keine Ahnung was er da durch London trägt und vertrödelt die Zeit. In einer Straßenbahn geht die Bombe hoch und tötet viele Menschen, darunter den Jungen. Als Verlocs Frau Sylvia vom Tode des Bruders erfährt und begreift das ihr Mann daran die Schuld trägt, ersticht sie ihn mit einem Küchenmesser.....
Filmgeschichte:
Beim Kinostart kam der Film zwar bei der Kritik gut an, fiel aber beim Publikum durch. Die für die damalige Zeit sehr zynische und brutale Handlung, und vor allem der Tod des kleinen Steve nahm das Publikum übel. Hitchcock nahm sich diese Kritik so sehr zu Herzen, das er erst über dreißig Jahre später in "Die Vögel" wieder ein Kind in einem seiner Filme sterben ließ. Hitchcock bereitete dieser Film auch noch andere Probleme. Seine Hauptdarstellerin Sylvia Sidney hatte zwar in Hollywood schon einige Filme gedreht, tat sich aber als ausgebildete Theaterschauspielerin mit dem visuellen Erzählstil Hitchcocks sehr schwer. Ihre Stärke lag im klaren Dialog, nicht in der Mimik. Deutlich wurden aber wieder zwei typische Hitchcock-Elemente. Die subtile Spannung (Suspense), besonders in der Szene vor der Bombenexplosion, sowie die Frage nach der Schuld und den Schuldigen wird von Hitchcock deutlich herausgearbeitet. So ist letztendlich die Gattenmörderin Sylvia Verloc die "Heldin" des Films und wird für den begangenen Mord nicht zur Verantwortung gezogen. Die Frage steht im Raum: Ist sie moralisch schuldig?
***
"Jamaica Inn"
Spielfilm GB 1939, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 108 Min.
Handlung:
Im Jamaica Inn, einer verrufenen Kaschemme an der Küste von Cornwall , treibt eine Bande von Strandpiraten ihr Unwesen! Die Waise Mary wohnt in dem Gasthaus, das ihrer Tante und Onkel gehört. Die Beiden haben sie bei sich aufgenommen. Der Landvogt Sir Pangallan hat ein Auge auf das bildhübsche Mädchen geworfen. Aber niemand ahnt, dass der Landvogt ein Doppelleben führt....
Filmgeschichte:
Ein zufälliges Treffen des Filmproduzenten Erich Pommer, des Schauspielers Charles Laugthon und des Regieseuers Alfred Hitchcock ließ die Herren ein gemeinsames Projekt vereinbaren. Als Vorlage diente ein Roman der damals sehr bekannten Schriftstellerin Daphne de Maurier. Hitchcock verfilmte später nochmals zwei Romane dieser Schriftstellerin (Rebecca und Die Vögel).
Darsteller und ihre Rollen:
Charles Laughton - Sir Humphry Pangallan
Maureen O´Hara - Mary
Robert Newton - James Trehearne
Leslie Banks - Joss Merlyn
Marie Ney - Patience Merlyn
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Sidney Gilliat nach einem Roman von Daphne de Maurier
Produktion - Erich Pommer
Musik - Eric Fenby
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Robert Hamer
***
Sir Alfred Joseph Hitchcock
Alfred Hitchcock wurde am 13. August 1899 in Leytonstone (England) als Sohn eines Gemüsehändlers geboren. Von seinem sehr religiösen Vater wurde er streng römisch-katholisch erzogen, was für sein ganzes Leben prägend war. Für Alfred war das, in einem Land in dem die Anglikanische Kirche Staatsreligion ist, sehr schwierig im Umgang mit seinen Altersgenossen.. Er wurde oft gemobt und ausgegrenzt. Ab 1910 besuchte Hitchcock das St. Ignatius College in London, eine Jesuiten-Schule. Später studierte er Kunstgeschichte und Technisches Zeichnen an der Londoner Kunstakademie. 1920 nahm er eine Anstellung bei einer Amerikanischen Filmgesellschaft an, die in London soeben ein neues Studio eröffnet hatte. Er schrieb zunächst Zwischentitel für die dort produzierten Filme. Zwischen 1921 und 1925 wurde er bei 7 Spielfilmen und diversen Kurzfilmen als Regieassistent eingesetzt. 1922 übernahm er für den Film "Nummer 13" seine erste Regiearbeit. Da die Produktionsfirma pleite ging konnte er den Film jedoch nicht beenden. 1925 landete er aber mit seinem ersten Film, "Irrgarten der Leidenschaft", gleich einem beachtlichen Erfolg in Deutschland, wo der Film gedreht und uraufgeführt wurde. Von Beginn an war seine wichtigste Mitarbeiterin Alma Reville, die er später heiratete. In seiner Heimat England schaffte er den Durchbruch erst mit dem Film "Der Mieter" 1926. Nach weiteren Stummfilmen drehte er 1929 den ersten britischen Tonfilm "Erpressung" mit der späteren Gattin von Max Schmeling, Anny Ondra in der Hauptrolle. Es folgten weitere erfolgreiche Filme in England, herrausragend war sicher die erste Verfilmung von "Der Mann der zuviel wusste", ehe Hitchcock 1939 in die USA übersiedelte. Mit "Rebecca", einer Romanverfilmung von Daphne du Maurier gelang ihm gleich ein großer Erfolg und einer seiner besten Filme überhaupt. Schon für seinen letzten Film in England, "Jamaica Inn" hatte Hitchcock sich einer Romanvorlage von Daphne du Maurier bedient, später sollte eine Kurzgeschichte dieser Autorin Hitchcock einen Riesenerfolg mit dem Film "Die Vögel" (1962) bescheren. Während des zweiten Weltkrieges, Hitchcock wurde für seine Auswanderung aus Großbritannien in seiner Heimat scharf kritisiert, entstanden noch eine Reihe weiterer großer Filme in den USA, die herrausragensten waren "Das Rettungsboot" 1943 und "Ich kämpfe um Dich" 1945, sowie Hitchcocks persönlichster Film "Im Schatten des Zweifels" 1942.
Hitchcocks große Zeit kam aber erst nach dem Kriege mit seinem Wechsel zu Warner Brothers. Hier gewährte man im endlich die künstlerischen Freiheiten die er immer eingefordert hatte. Nun entstanden Filmklassiker wie "Der Fremde im Zug", "Ich beichte", "Der falsche Mann" oder "Bei Anruf Mord". Hitchcock arbeitete jetzt auch viel für das Fernsehen und führte bei einigen Folgen amerikanischer Fernsehserien auch Regie.
Mit dem Film "Das Fenster zum Hof" begann Hitchcock seine letzte Phase des Schaffens bei Universal Picture. Ganz große Erfolge waren vor allem die Neuverfilmung seines alten Klassikers "Der Mann der zuviel wusste" 1955, "Vertigo" 1957 und Hitchcocks größter kommerzieller Erfolg "Psycho" 1960. Ein weiter wichtiger Film war "Der unsichtbare Dritte", denn er war quasi die Mutter aller James Bond Filme. Für die Dreharbeiten zu seinem vorletzten Film kehrte Hitchcock 1971 wieder in seine Heimat zurück. "Franzy" ist eine tief schwarze, typisch englische Kriminalkomödie aller feinster Art. Dieser Film versöhnte ihn wieder mit dem britischen Publikum. 1975 drehte Hitchcock, schon sehr krank, seinen letzten Film "Familiengrab". Er hatte noch eine Reihe Projekte in Planung, konnte diese aber nicht mehr realisieren.
Am 3. Januar 1980 wurde er von Konigin Elisabeth II zum Ritter geschlagen und in den Adelsstand erhoben. Nur kurze Zeit später, am 29. April 1980 starb er in seinem Haus in Los Angeles an Nierenversagen.
Disc 1:
"Mary"
Spielfilm D/GB1930, Tonfilm, Sprache Deutsch, schwarz/weiß, 90 Min.
Handlung:
In der Schauspielertruppe eines Wandertheaters geschieht ein Mord. Mary Baring, eine junge und hübsche Schauspielerin, wacht eines Morgens neben einer Leiche in ihrem Bett auf und kann sich beim besten Willen nicht erinnern was geschehen ist. Die Tote ist eine Kollegin von ihr und war mit ihr befreundet. Alle Umstände deuten auf Mary als Täterin hin. Es kommt zur Anklageerhebung und schließlich zum Prozess. Unter den Geschworenen ist auch Theaterproduzent Sir John Menier. Er hat als einziger Zweifel an Marys Schuld, beugt sich aber schließlich dem Druck der anderen Geschworenen und stimmt ebenfalls für schuldig! Mary droht der Strang! Sir John bekommt Gewissensbisse wegend seiner Stimme für schuldig und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen in diesem Fall aufzunehmen. Mit Hilfe eines ihm bekannten Schauspielerehepaares aus Marys Truppe gelingt es ihm nach und nach die wahren Umstände und Zusammenhänge des Mordfalles zu ergründen. Ein gewisser Handel Fane geräht immer mehr ins Zwielicht. Er ist Marys Verlobter und ein entflohener Sträfling, was Mary jedoch nicht weiß. Sir John erfährt das die Ermordete davon wusste und ihre Freundin Mary über deren Verlobten ins Bild setzen wollte. Aus diesem Grunde brachte Fane sie um. Leider kann Sir John seine Thesen nicht beweisen.......
Filmgeschichte:
Hitchcock drehte diesen Film zeitgleich und am gleichen Set doppelt. Es entstand eine engliche Fassung mit englischen Schauspielern (Murder dt. Mord - Sir John greift ein) und eine deutsche Fassung mit deutschen Schauspielern, eben Mary! Die Handlung ist eigentlich die gleiche, lediglich ist in der englischen Fassung der Mörder ein "Mischling", in der deutschen Fassung ein entlaufener Sträfling. Rückblickend auf die damaligen Verhältnisse in Deutschland ist das heute sicher bemerkenswert. Außerdem war Murder oder Mary nach Blackmail der zweite klassische Kriminalfilm Alfred Hitchcocks.
Darsteller und ihre Rollen
Alfred Abel - Sir John Menier
Olga Tschechowa - Mary Baring
Paul Graetz - Bobby Brown
Lotte Stein - Bebe Brown
Harry Hardt - Inspektor
Eugen Burk - Detektiv
Louis Ralph - Bennet
Ekkehard Arendt - Handels Fane
Jack Mylong-Münz - John Stuart
Hermine Sterler - Miß. Miller
Fritz Alberti - Verteidiger
***
"Die 39 Stufen"
Spielfilm GB 1935, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 87 Min., FSK 12
Handlung:
Diese Agentenstory führt die Zuschauer ins Schottische Hochland. Richard Hannay, der unter Mordverdacht steht, versucht mit Hilfe des Gedächtnisgenies Mr. Memory an eine geheime Formel zu kommen. Die Polizei und eine ausländische Macht sind hinter im her. Er flüchtet nach Schottland und lernt dort die reizende Pamela kennen. Nach anfänglicher Abneigung hilft ihm Pamela. Nach einer turbulenten Flucht erfährt Hannay die Formel, entlarvt die wahren Täter und kann sich selber rehabilitieren.
Filmgeschichte:
Dieser frühe Hitchcockfilm beinhaltet eine typische "Hitchcock-Story"! Es ist die Geschichte des unschuldigen Helden, der seine eigene Unschuld beweisen und seine Reputation wieder herstellen muß. In einigen späteren Filmen (Saboteure, Der unsichtbare Dritte, Eine Dame verschwindet) handelt Hitchcock nach dem gleichen Prinzip.
Darsteller und ihre Rollen
Robert Donat - Richard Hannay
Madeleine Carroll - Pamela
Lucie Mannheim - Annabelle Smith
Godfrey Tearle - Professor Jordan
Wylie Watson - Mr. Memory
Helen Haye - Mrs Jordan
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Charles Bennet nach einem Roman von John Buchan
Produktion - Michael Balcon
Musik - Louis Levy
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Derek N. Twist
***
"Ich kämpfe um dich"
Psychothriller, USA 1945, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 111 Min.
Handlung:
Der langjährge Leiter von Green Manor, einem Psychatrischen Krankenhaus, soll in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger trifft vereinbarungsgemäß ein und verliebt sich auch sofort in eine Kollegin. Schnell wird aber klar, das mit diesem vermeindlichen Dr. Edwards irgend etwas nicht stimmt. Seine neue Geliebte Dr. Constance Petersen (mit Ingrid Bergmann glänzend besetzt) diagnostiziert Paranoia und Amnesie. Die anderen Ärzte des Krankenhauses halten den neuen Leiter schlicht für einen Hochstapler. Dr. Petersen flieht schließlich mit ihrem Geliebten zu einem früheren Lehrer, Dr. Brulov. Dr. Petersen stellt ihren Begleiter als ihren frischgebackenen Ehemann John Brown vor. Dr. Brulov stellt schnell den wahren Gesundheitszustand des vermeindlichen John Brown fest und veranlasst Dr. Petersen durch die Wiederholung des auslösenden Momentes der Blockade, eine Ski-Abfahrt, eine Schockheilung zu versuchen. Das Experiment gelingt, Dr. Petersens Geliebter ist geheilt. Sein richtiger Name ist John Ballantine. Er sah den wirklichen Dr. Edwards beim Skifahren abstürzen und nahm wegen eines in der Kindheit erworbenen Schuldkomplex seine Identität an. Als die Leiche von Dr. Edwards geborgen wird stellt man aber fest, das er erschossen wurde. John Ballantine wird unter Mordverdacht verhaftet. Dr. Petersen kehrt nach Green Manor zurück und überführt dort den wahren Mörder.
Filmgeschichte:
Dieser Film war einer der ersten, der sich mit Freuds Psychoanalyse beschäftigte. Produzent David O. Selznick war für die Ausstattung nichts zu teuer. Er engagierte Salvadore Dali für den Entwurf der Traumsequenzen und Miklos Rozsa für die Filmmusik. Beides waren Volltreffer. Rozsas Musik und Dalis Traumbilder gaben dem Film die entsprechenden Gruseleffekte.
Extras:
Bio Alfred Hitchcock, Filmbeschreibungen, Fotos
Darsteller und ihre Rollen:
Ingrid Bergmann - Dr. Constance Petersen
Gregory Peck - John Ballantine
Michael Chekhov - Dr. Alexander Brulov
Leo G. Caroll - Dr. Murchison
Norman Lloyd - Mr. Garmes
Bill Goodwin - Detektiv
Rhonda Fleming - Mary Carmichael
Steven Geray - Dr. Graff
John Emery - Dr. Fleurot
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Ben Hecht
Produktion - David O. Selznick
Musik - Miklos Rozsa
Kamera - George Barnes
Schnitt - William Ziegler
Filmlänge 111 Minuten, schwarz/weiß, Tonfilm
Originalsprache: Englisch
Genre: Psychothriller
FSK: ab 16
Disc 2:
"Geheimagent"
Spielfilm GB 1935, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 83 Min.
Handlung:
In diesem spannenden und temporeichen Agententhriller steht die Frage "wie moralisch ist der politische Mord" im Mittelpunkt der Handlung. Vier Geheimagenten liefern sich in der Schweiz einen actionreichen und atemberaubenden Kampf um geheime Informationen.
Filmgeschichte:
Dieser Agententhriller wurde von Hitchcock vor allem erstklassig besetzt! Sir John Gielgud, Lilli Palmer, Peter Lorre und Madeleine Carroll - in den 30er Jahren konnte man einen Film kaum besser mit Superstars bestücken.
Darsteller und ihre Rollen:
Sir John Gielgud - Edgar Brodie alias Richard Ashenden
Peter Lorre - Der General
Madeleine Carroll - Elsa Carrington alias Mrs. Ashenden
Robert Young - Robert Marvin
Lilli Palmer - Lilli
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Charles Bennett
Produktion - Michael Balcon
Musik - Louis Levy
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Charles Frend
Spielfilm GB 1936, schwarz/weiß
Genre: Agententhriller
FSK 12
***
"Sabotage"
Spielfilm GB 1936, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 77 Min.
Handlung:
Der zwielichtige Carl Verloc betreibt mit seiner Frau Sylvia und deren kleinem Bruder Steve im Londoner East End ein Kino. Die Geschäfte laufen schlecht, die kleine Familie hat ständig Geldsorgen. Verloc verdient, ohne Wissen der Ehefrau, Geld durch Sabotageakte im Auftrag einer Geheimorganisation dazu, um seine Familie durchzubringen. Scotland Yard hat ihn bereits im Verdacht. Ein Polizist arbeitet bereits undercover im benachbarten Gemüseladen und beobachtet Verloc. Als ein von Verloc initiierter Sabotageakt auf das Londoner Stromnetz nicht den erhofften Effekt hat, wird er zu einem schlimmeren Anschlag gezwungen, Blut soll fließen! Verloc soll eine Bombe in einem Bahnhofsschließfach platzieren. Er besorgt die Bombe, aber er will sie nicht selber im Schließfach deponieren. Er schickt den kleinen Steve mit dem Bombenpaket los und drängt ihn den Auftrag vor Ablauf einer bestimmten Zeit auszuführen. Dieser hat natürlich keine Ahnung was er da durch London trägt und vertrödelt die Zeit. In einer Straßenbahn geht die Bombe hoch und tötet viele Menschen, darunter den Jungen. Als Verlocs Frau Sylvia vom Tode des Bruders erfährt und begreift das ihr Mann daran die Schuld trägt, ersticht sie ihn mit einem Küchenmesser.....
Filmgeschichte:
Beim Kinostart kam der Film zwar bei der Kritik gut an, fiel aber beim Publikum durch. Die für die damalige Zeit sehr zynische und brutale Handlung, und vor allem der Tod des kleinen Steve nahm das Publikum übel. Hitchcock nahm sich diese Kritik so sehr zu Herzen, das er erst über dreißig Jahre später in "Die Vögel" wieder ein Kind in einem seiner Filme sterben ließ. Hitchcock bereitete dieser Film auch noch andere Probleme. Seine Hauptdarstellerin Sylvia Sidney hatte zwar in Hollywood schon einige Filme gedreht, tat sich aber als ausgebildete Theaterschauspielerin mit dem visuellen Erzählstil Hitchcocks sehr schwer. Ihre Stärke lag im klaren Dialog, nicht in der Mimik. Deutlich wurden aber wieder zwei typische Hitchcock-Elemente. Die subtile Spannung (Suspense), besonders in der Szene vor der Bombenexplosion, sowie die Frage nach der Schuld und den Schuldigen wird von Hitchcock deutlich herausgearbeitet. So ist letztendlich die Gattenmörderin Sylvia Verloc die "Heldin" des Films und wird für den begangenen Mord nicht zur Verantwortung gezogen. Die Frage steht im Raum: Ist sie moralisch schuldig?
***
"Jamaica Inn"
Spielfilm GB 1939, Tonfilm, Sprache Deutsch/Englisch, schwarz/weiß, 108 Min.
Handlung:
Im Jamaica Inn, einer verrufenen Kaschemme an der Küste von Cornwall , treibt eine Bande von Strandpiraten ihr Unwesen! Die Waise Mary wohnt in dem Gasthaus, das ihrer Tante und Onkel gehört. Die Beiden haben sie bei sich aufgenommen. Der Landvogt Sir Pangallan hat ein Auge auf das bildhübsche Mädchen geworfen. Aber niemand ahnt, dass der Landvogt ein Doppelleben führt....
Filmgeschichte:
Ein zufälliges Treffen des Filmproduzenten Erich Pommer, des Schauspielers Charles Laugthon und des Regieseuers Alfred Hitchcock ließ die Herren ein gemeinsames Projekt vereinbaren. Als Vorlage diente ein Roman der damals sehr bekannten Schriftstellerin Daphne de Maurier. Hitchcock verfilmte später nochmals zwei Romane dieser Schriftstellerin (Rebecca und Die Vögel).
Darsteller und ihre Rollen:
Charles Laughton - Sir Humphry Pangallan
Maureen O´Hara - Mary
Robert Newton - James Trehearne
Leslie Banks - Joss Merlyn
Marie Ney - Patience Merlyn
Technischer Stab:
Regie - Alfred Hitchcock
Drehbuch - Sidney Gilliat nach einem Roman von Daphne de Maurier
Produktion - Erich Pommer
Musik - Eric Fenby
Kamera - Bernard Knowles
Schnitt - Robert Hamer
***
Sir Alfred Joseph Hitchcock
Alfred Hitchcock wurde am 13. August 1899 in Leytonstone (England) als Sohn eines Gemüsehändlers geboren. Von seinem sehr religiösen Vater wurde er streng römisch-katholisch erzogen, was für sein ganzes Leben prägend war. Für Alfred war das, in einem Land in dem die Anglikanische Kirche Staatsreligion ist, sehr schwierig im Umgang mit seinen Altersgenossen.. Er wurde oft gemobt und ausgegrenzt. Ab 1910 besuchte Hitchcock das St. Ignatius College in London, eine Jesuiten-Schule. Später studierte er Kunstgeschichte und Technisches Zeichnen an der Londoner Kunstakademie. 1920 nahm er eine Anstellung bei einer Amerikanischen Filmgesellschaft an, die in London soeben ein neues Studio eröffnet hatte. Er schrieb zunächst Zwischentitel für die dort produzierten Filme. Zwischen 1921 und 1925 wurde er bei 7 Spielfilmen und diversen Kurzfilmen als Regieassistent eingesetzt. 1922 übernahm er für den Film "Nummer 13" seine erste Regiearbeit. Da die Produktionsfirma pleite ging konnte er den Film jedoch nicht beenden. 1925 landete er aber mit seinem ersten Film, "Irrgarten der Leidenschaft", gleich einem beachtlichen Erfolg in Deutschland, wo der Film gedreht und uraufgeführt wurde. Von Beginn an war seine wichtigste Mitarbeiterin Alma Reville, die er später heiratete. In seiner Heimat England schaffte er den Durchbruch erst mit dem Film "Der Mieter" 1926. Nach weiteren Stummfilmen drehte er 1929 den ersten britischen Tonfilm "Erpressung" mit der späteren Gattin von Max Schmeling, Anny Ondra in der Hauptrolle. Es folgten weitere erfolgreiche Filme in England, herrausragend war sicher die erste Verfilmung von "Der Mann der zuviel wusste", ehe Hitchcock 1939 in die USA übersiedelte. Mit "Rebecca", einer Romanverfilmung von Daphne du Maurier gelang ihm gleich ein großer Erfolg und einer seiner besten Filme überhaupt. Schon für seinen letzten Film in England, "Jamaica Inn" hatte Hitchcock sich einer Romanvorlage von Daphne du Maurier bedient, später sollte eine Kurzgeschichte dieser Autorin Hitchcock einen Riesenerfolg mit dem Film "Die Vögel" (1962) bescheren. Während des zweiten Weltkrieges, Hitchcock wurde für seine Auswanderung aus Großbritannien in seiner Heimat scharf kritisiert, entstanden noch eine Reihe weiterer großer Filme in den USA, die herrausragensten waren "Das Rettungsboot" 1943 und "Ich kämpfe um Dich" 1945, sowie Hitchcocks persönlichster Film "Im Schatten des Zweifels" 1942.
Hitchcocks große Zeit kam aber erst nach dem Kriege mit seinem Wechsel zu Warner Brothers. Hier gewährte man im endlich die künstlerischen Freiheiten die er immer eingefordert hatte. Nun entstanden Filmklassiker wie "Der Fremde im Zug", "Ich beichte", "Der falsche Mann" oder "Bei Anruf Mord". Hitchcock arbeitete jetzt auch viel für das Fernsehen und führte bei einigen Folgen amerikanischer Fernsehserien auch Regie.
Mit dem Film "Das Fenster zum Hof" begann Hitchcock seine letzte Phase des Schaffens bei Universal Picture. Ganz große Erfolge waren vor allem die Neuverfilmung seines alten Klassikers "Der Mann der zuviel wusste" 1955, "Vertigo" 1957 und Hitchcocks größter kommerzieller Erfolg "Psycho" 1960. Ein weiter wichtiger Film war "Der unsichtbare Dritte", denn er war quasi die Mutter aller James Bond Filme. Für die Dreharbeiten zu seinem vorletzten Film kehrte Hitchcock 1971 wieder in seine Heimat zurück. "Franzy" ist eine tief schwarze, typisch englische Kriminalkomödie aller feinster Art. Dieser Film versöhnte ihn wieder mit dem britischen Publikum. 1975 drehte Hitchcock, schon sehr krank, seinen letzten Film "Familiengrab". Er hatte noch eine Reihe Projekte in Planung, konnte diese aber nicht mehr realisieren.
Am 3. Januar 1980 wurde er von Konigin Elisabeth II zum Ritter geschlagen und in den Adelsstand erhoben. Nur kurze Zeit später, am 29. April 1980 starb er in seinem Haus in Los Angeles an Nierenversagen.
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Cover-Ansicht
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