Filmbeschreibung und Filmdaten
Schramm [SE] (+ CD) - Media Target
1993
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Unterhaltung | |
| Studio: | Media Target | |
| Regie: | Jörg Buttgereit | |
| Laufzeit: | 70 min | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Schramm wohnt in einem Berliner Altbau, fährt Taxi und sucht die Liebe seiner Nachbarin, die als Prostituierte sadomasochistische Phantasien erfüllt. Daß er auf einem Gummipuppen-Torso herumreitet, wenn sie ihrer Kundschaft lauthals einen Höhepunkt vorspielt, gehört in die Grauzone des Privaten, aus der Schramm nicht einmal durch seine Morde ausbrechen kann. Wunsch und Wirklichkeit verschmelzen in der Wahnvorstellung, die Welt würde um ihn kreisen wie vor einer Kamera, während er Zeit allmählich nur noch in Splittern erlebt.
Der Film legt diese Art von innerer Verschlossenheit offen. Während Schramm immer weniger Abstand zu seinen Taten findet, tastet die Kamera medizinisch seinen Körper ab, dringt penibel in jede Falte an Stirn und Bauch oder zeigt sein schlaff baumelndes Geschlecht. Der Täter wird Opfer der Aufzeichnungsmaschine, während ihm selbst alles Körperliche fremd bleibt. Die Splittermomente wurden für das Genre ungewöhnlich nüchtern gefilmt, ohne auf Schockeffekte zu spekulieren. Surrealistisch wird Schramm beim Zahnarzt das rechte Auge herausgeschnitten, ein Traum, den Freud als Kastrationsangst gedeutet hat. Das Auge als Metapher für Gewalt und Macht zieht sich durch den Film, zuletzt setzt Schramm seine Nachbarin unter Drogen, um sie in Unterwäsche zu fotografieren.
Das klingt zwar alles recht schmutzig, aber nicht nach Horrorfilm. Denn Schramm bricht mit den durchgestylten Szenarios, in denen zur Zeit das Mainstream-Kino für Serienkiller wirbt. Entgegen der Dämonisierung und gleichzeitig vordergründigen Ästhetisierung des Bösen ist "Schramm" eine Charakterstudie über den Verfall seines Protagonisten.
Der Film legt diese Art von innerer Verschlossenheit offen. Während Schramm immer weniger Abstand zu seinen Taten findet, tastet die Kamera medizinisch seinen Körper ab, dringt penibel in jede Falte an Stirn und Bauch oder zeigt sein schlaff baumelndes Geschlecht. Der Täter wird Opfer der Aufzeichnungsmaschine, während ihm selbst alles Körperliche fremd bleibt. Die Splittermomente wurden für das Genre ungewöhnlich nüchtern gefilmt, ohne auf Schockeffekte zu spekulieren. Surrealistisch wird Schramm beim Zahnarzt das rechte Auge herausgeschnitten, ein Traum, den Freud als Kastrationsangst gedeutet hat. Das Auge als Metapher für Gewalt und Macht zieht sich durch den Film, zuletzt setzt Schramm seine Nachbarin unter Drogen, um sie in Unterwäsche zu fotografieren.
Das klingt zwar alles recht schmutzig, aber nicht nach Horrorfilm. Denn Schramm bricht mit den durchgestylten Szenarios, in denen zur Zeit das Mainstream-Kino für Serienkiller wirbt. Entgegen der Dämonisierung und gleichzeitig vordergründigen Ästhetisierung des Bösen ist "Schramm" eine Charakterstudie über den Verfall seines Protagonisten.
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