Filmbeschreibung und Filmdaten
Tosca - Kinowelt
(Tosca)
| Medien-Typ: | DVD | |
| Genre: | Musik (Oper / Operette) | |
| Studio: | Kinowelt | |
| Regie: | Benoit Jacquot | |
| Veröff.: | 10.06.2002 | |
| FSK: | 6 | |
| Laufzeit: | 117 min | |
| Originaltitel: | Tosca | |
| Kaufen: | Ab 1€ bei Filmundo.de |
Handlung und Filmbeschreibung:
Ende 2001 hatte ein Opernfilm Premiere, der sicher bald zu den großen Klassikern des Genres wie Ingmar Bergmans „Zauberflöte“, Joseph Loseys „Don Giovanni“, Pier Paolo Pasolinis „Medea“ oder Franco Zefirellis „Traviata“ zählen wird: Benoît Jacquots „Tosca“.
Schon 1964 plante man einen Tosca-Film mit Maria Callas, für den aber nur der Soundtrack zustande kam. 1992 erschien dann die etwas umstrittene „Reality“-Übertragung der Tosca an Originalschauplätzen, die zu den „Originalzeiten“ der Handlung im Fernsehen lief.
Die Sensibilität, mit der Jacquot den „Krimi Tosca“ verfilmte, sucht jedoch seinesgleichen. Ihm gelang der Balance-Akt zwischen einer modernen Verfilmung eines historischen Krimis und einer Opernaufführung.
Mit dem „Opern-Traumpaar“ unserer Tage, dem Ehepaar Angela Gheorghiu und Roberto Alagna in den beiden Hauptpartien der Tosca und des Cavaradossi, sowie mit Ruggero Raimondi als Scarpia, hatte Jacquot natürlich drei Weltklasse-Sänger zur Verfügung, die darüber hinaus über hervorragende schauspielerische Fähigkeiten verfügen.
Das erlaubt dem Regisseur, Großaufnahmen der Sänger zu filmen: Es ist bemerkenswert, daß er die drei Protagonisten in aller Ruhe und Schlichtheit ihre Arien singen und gestalten läßt ohne den musikalischen Fluß durch filmische „Mätzchen“ zu stören.
Jacquot setzt zahlreiche stilistische Mittel ein, die durchaus neu sind und eine eigene Handschrift tragen. So läßt er die Sänger zum Beispiel manche vertonte Textstellen vor oder nach der Musik noch einmal oder bei „a parte“ (zur Seite) gesungenen Passagen mit geschlossenem Mund agieren. Ein auf der Opernbühne nicht machbarer Kunstgriff, der aber auch hier wieder so eingesetzt wird, daß er nicht verwirrt oder stört, sondern strukturiert, interpretiert und damit erklärt.
Zunächst überraschen die Unterbrechungen der Opernhandlung durch Bilder aus dem Aufnahme-Studio in Schwarz-Weiß und durch gelegentlichen Außenaufnahmen der Schauplätze der Handlung in grobkörniger Farbe, die auf das Ambiente der Handlung einstimmen. Aber vor allem durch die zeitweiligen „Einstreuungen“ der schauspielernden Sänger während der musikalischen Arbeit und in „zivil“, ausschließlich konzentriert auf den Ausdruck in der Musik, gewinnen die Opernfiguren des Film interessanterweise dazu. Außerdem sind so der junge Dirigent Antonio Pappano vor dem Royal Opera House Chorus & Orchestra Covent Garden bei der Arbeit zu sehen.
Das großartige Dekor, die Requisiten und die wunderschönen Kostüme des Films sind präzise, und Licht und Kameraführung tragen dazu bei, daß dieser Tosca-Film unglaublich spannend gelang.
Schon 1964 plante man einen Tosca-Film mit Maria Callas, für den aber nur der Soundtrack zustande kam. 1992 erschien dann die etwas umstrittene „Reality“-Übertragung der Tosca an Originalschauplätzen, die zu den „Originalzeiten“ der Handlung im Fernsehen lief.
Die Sensibilität, mit der Jacquot den „Krimi Tosca“ verfilmte, sucht jedoch seinesgleichen. Ihm gelang der Balance-Akt zwischen einer modernen Verfilmung eines historischen Krimis und einer Opernaufführung.
Mit dem „Opern-Traumpaar“ unserer Tage, dem Ehepaar Angela Gheorghiu und Roberto Alagna in den beiden Hauptpartien der Tosca und des Cavaradossi, sowie mit Ruggero Raimondi als Scarpia, hatte Jacquot natürlich drei Weltklasse-Sänger zur Verfügung, die darüber hinaus über hervorragende schauspielerische Fähigkeiten verfügen.
Das erlaubt dem Regisseur, Großaufnahmen der Sänger zu filmen: Es ist bemerkenswert, daß er die drei Protagonisten in aller Ruhe und Schlichtheit ihre Arien singen und gestalten läßt ohne den musikalischen Fluß durch filmische „Mätzchen“ zu stören.
Jacquot setzt zahlreiche stilistische Mittel ein, die durchaus neu sind und eine eigene Handschrift tragen. So läßt er die Sänger zum Beispiel manche vertonte Textstellen vor oder nach der Musik noch einmal oder bei „a parte“ (zur Seite) gesungenen Passagen mit geschlossenem Mund agieren. Ein auf der Opernbühne nicht machbarer Kunstgriff, der aber auch hier wieder so eingesetzt wird, daß er nicht verwirrt oder stört, sondern strukturiert, interpretiert und damit erklärt.
Zunächst überraschen die Unterbrechungen der Opernhandlung durch Bilder aus dem Aufnahme-Studio in Schwarz-Weiß und durch gelegentlichen Außenaufnahmen der Schauplätze der Handlung in grobkörniger Farbe, die auf das Ambiente der Handlung einstimmen. Aber vor allem durch die zeitweiligen „Einstreuungen“ der schauspielernden Sänger während der musikalischen Arbeit und in „zivil“, ausschließlich konzentriert auf den Ausdruck in der Musik, gewinnen die Opernfiguren des Film interessanterweise dazu. Außerdem sind so der junge Dirigent Antonio Pappano vor dem Royal Opera House Chorus & Orchestra Covent Garden bei der Arbeit zu sehen.
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